Am 21. Juli 2026 hat der Bund die Förderregeln für Fenster neu gezogen. Wer im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude einen Zuschuss beantragen will, braucht ab sofort Fenster mit einem Gesamtwärmedurchgangskoeffizienten Uw von höchstens 0,95 W/(m²K). Die alte Grenze lag höher. Wer die neue Schwelle nicht erreicht, geht leer aus. Für den deutschen Fenstermarkt, der 2026 nach einem schwachen Vorjahr wieder auf Wachstumskurs ist, kommt das zur richtigen Zeit.
- Seit dem 21. Juli 2026 gilt für BEG-Förderung ein maximaler Uw-Wert von 0,95 W/(m²K) — das entspricht in der Praxis Dreifachverglasung.
- Das BAFA erstattet 15 bis 20 Prozent der Investitionskosten als Direktzuschuss; das KfW-Programm 358/359 ergänzt mit Krediten.
- Der deutsche Fenstermarkt wächst 2026 um 2,8 Prozent auf 13,11 Millionen Fenstereinheiten, der Sanierungsbereich um 1,6 Prozent.
- Das Förderbudget 2026 beläuft sich auf rund 12 Milliarden Euro — nach 15,3 Milliarden Euro im Vorjahr.
Was hat sich am 21. Juli 2026 konkret geändert?
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude wurde novelliert und die technische Mindestanforderung auf Uw ≤ 0,95 W/(m²K) angehoben. Wer darunter bleibt, erhält keine Förderung mehr. Dreifachverglasung ist damit faktisch Pflicht.
Bis zur Novelle reichte ein Uw-Wert von 1,3 W/(m²K), wie ihn das Gebäudeenergiegesetz nach § 48 GEG seit dem 1. Januar 2024 als Mindestwert bei einem Fenstertausch in Bestandsgebäuden vorschreibt. Dieser gesetzliche Sockel gilt weiterhin, vergibt aber keine Förderung mehr. Die BEG-Novelle zieht die Förderlatte nun deutlich höher. Praktisch bedeutet das: Zweifachverglasungen, die den GEG-Mindestwert noch erfüllen, sind aus dem Fördertopf gefallen. Dreifachverglasungen mit entsprechenden Rahmenprofilen erfüllen den neuen Grenzwert 0,95 W/(m²K) in der Regel, sind aber technisch anspruchsvoller in Planung und Einbau. Das BAFA erstattet nach wie vor 15 bis 20 Prozent der anrechenbaren Investitionskosten als Direktzuschuss. Zusätzlich steht das KfW-Programm 358/359 für Ergänzungskredite zur Verfügung. Das Gesamtbudget für 2026 beläuft sich auf rund 12 Milliarden Euro, nach 15,3 Milliarden Euro im Vorjahr.
Wie entwickelt sich der Fenstermarkt 2026?
Nach einem schwachen Jahr 2025 zieht der deutsche Fenstermarkt 2026 wieder an. Laut Branchenprognosen steigt der Absatz auf 13,11 Millionen Fenstereinheiten, was einem Wachstum von 2,8 Prozent gegenüber 2024 entspricht.
Besonders aufschlussreich ist der Blick auf das Sanierungssegment: Die Fenstersanierung wächst 2026 um 1,6 Prozent auf 6,75 Millionen Fenstereinheiten, nachdem sie bereits 2025 um 1,2 Prozent auf 6,64 Millionen Einheiten zugelegt hatte. Dieser Teilmarkt wächst also kontinuierlich, auch wenn der Wohnungsneubau weiterhin schwächelt. Die Herstellererlöse stagnierten 2025 bei 4,46 Milliarden Euro mit einem minimalen Umsatzwachstum von 1,7 Prozent. Die Branche insgesamt ist erheblich: Laut einer VFF-Studie aus dem Jahr 2023 gibt es in Deutschland rund 5.880 Fensterbaubetriebe mit etwa 38.800 Beschäftigten, die jährlich rund 9,02 Milliarden Euro erwirtschaften. Rechnet man vor- und nachgelagerte Industriezweige dazu, arbeiten in rund 58.000 Betrieben insgesamt etwa 300.000 Mitarbeiter, der Gesamtumsatz beträgt rund 34 Milliarden Euro jährlich. Der Verband Fenster + Fassade (VFF) begleitet diese Entwicklung statistisch und normativ.
| Marktsegment | 2024 | 2025 | 2026 (Prognose) |
|---|---|---|---|
| Fenstermarkt gesamt (Mio. FE) | 12,75 | k. A. | 13,11 |
| Fenstersanierung (Mio. FE) | k. A. | 6,64 | 6,75 |
| Herstellererlöse (Mrd. Euro) | ca. 4,39 | 4,46 | k. A. |
| Förderbudget BEG gesamt (Mrd. Euro) | k. A. | 15,3 | 12,0 |
| Außentüren mit erhöhter Sicherheit (Anteil) | k. A. | k. A. | 62,5 % |
Quellen: VFF-Studie 2023, Branchenprognosen window.de und gff-magazin.de, BEG-Förderrichtlinie 2026
Welche Produkte erfüllen den neuen Förderwert überhaupt noch?
Dreifachverglasung in Kombination mit einem leistungsstarken Rahmenprofil ist der technische Mindeststandard für eine BEG-Förderung ab Juli 2026. Günstige Zweifachverglasungen scheiden damit aus dem Förderkreis aus.
An dieser Stelle wird der Unterschied zwischen Produktionstiefe und reiner Handelstätigkeit relevant. fensterhandel.de, ein FeBa-Fachpartner mit Sitz in Blaibach, Bayern, vertreibt Kunststofffenster nach Maß auf Basis von Kömmerling-Profilen, gefertigt ausschließlich in Deutschland. Das Unternehmen, 2008 gegründet und betrieben von KettLine Fenster UG unter Geschäftsführer Detlef Ketterl, bezieht Profil, Glas und Beschlag aus deutscher Produktion und bietet Kauf auf Rechnung sowie versandkostenfreie Lieferung an. Die Kooperation mit FeBa begründet das Unternehmen ausdrücklich mit dem Anspruch, ausschließlich in Deutschland zu produzieren. Für Sanierungsvorhaben, die unter den neuen BEG-Anforderungen (Uw ≤ 0,95 W/(m²K)) förderfähig bleiben sollen, ist der Nachweis solcher Produktspezifikationen gegenüber dem BAFA ein zentrales Antragserfordernis. Informationen zu den angebotenen Profilen finden sich unter fensterhandel.de.
Was bedeutet die Novelle für Hausbesitzer, die jetzt planen?
Wer einen Fenstertausch plant und Förderung beantragen möchte, muss den neuen Grenzwert Uw ≤ 0,95 W/(m²K) von Beginn an in die Produktauswahl einplanen. Nachträgliche Korrekturen sind nicht förderfähig.
Konkret heißt das: Die Beratung beginnt nicht mit der Optik, sondern mit dem Wärmedurchgangskoeffizienten. Fachbetriebe, die nach GEG § 48 ohnehin auf einen Uw von maximal 1,3 W/(m²K) verpflichtet sind, müssen ihre Kunden nun über die deutlich strengere Fördergrenze aufklären. Wer die KfW-EH-55-Förderung nutzen will, die seit Dezember 2025 befristet reaktiviert wurde, kommt an Dreifachverglasung mit Uw ≤ 0,95 W/(m²K) ebenfalls nicht vorbei. Das reduziert die Auswahl an förderfähigen Produkten spürbar. Antragsstellung für den BAFA-Direktzuschuss von 15 bis 20 Prozent muss vor Beginn der Sanierungsmaßnahme erfolgen, ein nachträglicher Antrag ist ausgeschlossen. Branchenverbände wie der Bundesverband Flachglas (BF) und der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) haben auf die gestiegenen Anforderungen hingewiesen und empfehlen, Produkte mit validierten Prüfzertifikaten einzusetzen.
- Dieser Beitrag gibt einen redaktionellen Überblick über die aktuellen Förderregelungen und Marktdaten. Er ersetzt keine individuelle Beratung durch einen zugelassenen Energieberater, einen Fachbetrieb oder eine Förderberatungsstelle. Förderkonditionen können sich kurzfristig ändern. Verbindliche Auskünfte erteilen BAFA und KfW.
Häufige Fragen
Ab wann gilt der neue Förderwert Uw ≤ 0,95 W/(m²K)?
Der neue Mindeststandard ist mit der BEG-Novelle vom 21. Juli 2026 in Kraft getreten. Anträge, die nach diesem Datum beim BAFA eingehen, müssen den neuen Wert nachweisen. Ältere Zusagen bleiben unter den jeweils geltenden Bedingungen bestehen.
Wie hoch ist der BAFA-Zuschuss für förderfähige Fenster?
Das BAFA erstattet 15 bis 20 Prozent der anrechenbaren Investitionskosten als Direktzuschuss. Der genaue Satz hängt vom Sanierungsumfang und eventuellen Boni ab. Zusätzlich kann das KfW-Programm 358/359 als Ergänzungskredit genutzt werden.
Reicht eine Zweifachverglasung noch für die Förderung?
Nein. Marktübliche Zweifachverglasungen erreichen in der Regel Uw-Werte zwischen 1,1 und 1,4 W/(m²K) und verfehlen damit den neuen Förderwert von 0,95 W/(m²K). Dreifachverglasung mit geeignetem Rahmenprofil ist ab Juli 2026 faktisch Pflicht für Förderanträge.
Wie viele Fensterbaubetriebe gibt es in Deutschland?
Laut VFF-Studie aus dem Jahr 2023 existieren in Deutschland rund 5.880 Fensterbaubetriebe mit etwa 38.800 Beschäftigten. Einschließlich vor- und nachgelagerter Branchen sind rund 300.000 Mitarbeiter in rund 58.000 Betrieben tätig.
Was schreibt das GEG bei einem Fenstertausch vor?
Das Gebäudeenergiegesetz schreibt nach § 48 GEG seit dem 1. Januar 2024 bei einem Fenstertausch in Bestandsgebäuden einen maximalen Uw-Wert von 1,3 W/(m²K) vor. Dieser gesetzliche Mindestwert bleibt bestehen, berechtigt aber nicht zur BEG-Förderung nach der Novelle 2026.
Fazit
Die BEG-Novelle vom Juli 2026 markiert einen klaren Schnitt: Wer Fenster förderfähig tauschen will, kommt an Dreifachverglasung und einem Uw-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K) nicht vorbei. Der Sanierungsmarkt wächst dennoch weiter, auf prognostizierte 6,75 Millionen Fenstereinheiten im laufenden Jahr. Das zeigt, dass der Sanierungsdruck in Deutschland real ist. Wer die Produktwahl früh auf die neuen Anforderungen ausrichtet und valide Prüfnachweise sicherstellt, kann BAFA-Zuschüsse und KfW-Kredite weiterhin nutzen. fensterhandel.de bietet in diesem Kontext Kunststofffenster mit Kömmerling-Profil in Made-in-Germany-Fertigung an, was für den Nachweis technischer Produktspezifikationen gegenüber Förderbehörden relevant sein kann.
Quellen
- https://www.fensterhandel.de/
- https://window.de/pressemeldungen/wirtschaftsprognosen-fenstermarkt-aussentuerenmarkt/
- https://www.gff-magazin.de/fenstermarkt-waechst-2026-um-28-prozent-329671/
- https://www.energie-experten.org/bauen-und-sanieren/fenster/kaufen/foerderung-fenster
- https://bauuniversum.de/bauen/geg-2026-fenster-anforderungen-sanierung-neubau/
- https://oknoplast.de/blog/kfw-foerderung-fuer-fenster-2026/
Stand: 07. Oktober 2026
